Schwarzwaldexkursion

Die traditionelle Schwarzwaldexkursion führte den FWM-Lehrgang im November 2013 in den Schwarzwald.  Thema war mechanisierte Holzernte am Steilhang, sowie  Waldbau und Naturschutz in dieser Region.

Im Lehrplan des FWM-Lehrgangs sind sieben Unterrichtsstunden für das Thema Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen. In einer Gruppenarbeit übten die Teilnehmer das Erstellen von kleinen Pressemitteilungen.

Folgende Artikel wurden vom Lehrgang in dieser Unterrichtseinheit erstellt.

 

 

Exkursion auf den Feldberg

24 angehende Forstwirtschaftsmeister besuchen das Naturschutzgebiet Feldberg

 

"Wir lassen nicht die Natur oder den Wald verrecken, sondern nur die alten Bäume", so das Zitat des Feldberg Rangers Achim Laber. Was er hiermit meinte erfuhren die Lehrgangsteilnehmer am 05.11.2013 auf einer 6,5 km langen Wanderung. Das Naturschutzgebiet (NSG) Feldberg im Südschwarzwald eignet sich sehr gut um die Absichten eines NSG kennen und verstehen zu lernen.

Die Wanderung begann bei schlechter Witterung am "Haus der Natur" und umfasste mehrere Stationen im Gebiet. Bereits 1937 wurde der Feldberg zum NSG erklärt. Es erstreckt sich über 4.200 Hektar und wird jährlich von 1,5 Millionen Personen besucht. Achim Laber gestaltete die Exkursion sehr attraktiv und fachlich gut verständlich. Die ersten drei Kilometer verliefen auf einem Trampelpfad an der nördlichen Bergseite. Dort sahen die Lehrgangsteilnehmer wie die Natur auf Lawinenabgänge reagiert, und dass durch die Klimaerwärmung die Vegetation jährlich zwei Meter nach oben fortschreitet. Nach weiteren interessanten Stationen hat es sehr stark angefangen zu schneien, daher machte sich die Gruppe auf den Weg in Richtung "Haus der Natur“. Aufgrund des Schneesturmes verlegte Ranger Achim Laber die Führung nach innen. Im "Haus der Natur" konnte sich die Gruppe mit Hilfe von Bildern und Filmen einen guten Eindruck über die Entstehung und Entwicklung des NSG machen. Nach Ende der Führung bedankte sich die Gruppe bei dem gesamten Rangerteam und machte sich durch den verschneiten Schwarzwald auf den Weg nach Lörrach.

Textautoren: Dennis Kaltenbach, Marc Reißner und Markus Fleig.<//article>

Extreme Lagen fordern Mensch und Maschine

Im Staatswald Kandern arbeitete Anfang November der Forstliche Maschinenbetrieb (FMB) St.Peter mit einem Gebirgsharvester. Das Forstliche Bildungszentrum Königsbronn und der Forstwirtschaftsmeisterlehrgang 2013/2014 besuchten diesen als 3. Exkursionspunkt.

Durch das sehr steile und felsige Gelände kann man nicht mit herkömmlichen Forstmaschinen und Verfahren arbeiten. Aus diesem Grund wird in vielen Bereichen des Schwarzwaldes mit Seilkränen gearbeitet. In den letzten Jahren hat sich ein weiteres Einsatzgebiet der Maschine aufgetan, die Holzernte auf Nassstandorten. Dies erleichtert die Auslastung. Die Arbeitsweise dieser Maschine erklärte Wolfgang Zähringer vom FMB St. Peter den Teilnehmern.

Der Lehrgang erfuhr, dass der Einsatz dieser Spezialmaschine eine gute Planung erfordert. Dazu gehört das Einlegen der Seiltrassen mit Kompass und Fluchtstäben in Falllinie des Hanges im Abstand von 25-50m (Gelände und Holzmassenabhängig). Der schriftliche Arbeitsauftrag ist sehr wichtig und muss unbedingt Kartenmaterial beinhalten. Die Maschinenführer sind meistens nicht ortskundig, da die Maschine ein großes Einsatzgebiet hat.

Das Team besteht aus vier bis fünf Mann, von denen zwei die Bäume motormanuell vorfällen. Dabei besteht die größte Gefahr von sich lösenden Steinen und Stämmen. Danach wird der Gebirgsharvester aufgebaut und das Holz gerückt. Hierbei arbeitet ein Anschläger im Hang und ein Maschinenführer auf dem Gebirgsharvester.

Der Gebirgsharvester ist auf einem Allrad-LKW aufgebaut. Auf ihm befinden sich der Seilmast und der Prozessor, der das Holz vom Seil abnimmt, aufarbeitet und seitlich ablegt. Mit ihm können Steillagen von bis zu 800 Metern Länge erschlossen werden. Der Anschaffungspreis beträgt ca. 800.000 Euro. Dank solch einer technischen Lösung und der guten Nachfrage an Holz können nun auch Steilhänge wirtschaftlich bearbeitet werden.

Exkursion zum Großprivatwald Fürst zu Fürstenberg

Der Forstwirtschaftsmeister Vorbereitungskurs 2013/2014 zu Besuch im Schwarzwald beim Forstbetrieb Fürst zu Fürstenberg

‘‘Zum Forst – nicht zum Bier!‘‘ hieß es am 5. November 2013 für die 24 Teilnehmer mit Arbeitslehrer Werner Kieser in Lenzkirch, wo man sich mit Revierleiter Michael Mellert traf um einen Einblick über den dortigen Forstbetrieb und die waldbaulichen Ziele zu bekommen.

Der Betrieb Fürst zu Fürstenberg bewirtschaftet rund 18.000 Hektar eigenen Wald. Die in sechs Reviere unterteilte Waldfläche beinhaltet ca. 72 Prozent Nadelholz und 28 Prozent Laubholz. Die Besonderheit des Betriebes liegt in der kurzen Umtriebszeit der Fichtenbewirtschaftung. Schon in der Jugend, ab einer Oberhöhe von zwei Meter, wird die Baumzahl auf 2.500 Bäume je Hektar reduziert. Der Vorteil hierbei ist, dass keine Pflegemaßnahmen bis zur Erstdurchforstung notwendig sind. Revierleiter Mellert zeigte uns anhand verschiedener Waldbilder erste Erfolge dieser Pflege. Mit Begeisterung berichtete er den Teilnehmern, dass nicht nur Kosten eingespart, sondern auch stabile Bäume erzogen werden. In den Durchforstungen werden nur 350 Z-Bäume pro Hektar ausgezeichnet. Weiter erläuterte Mellert, dass er den Einschlag mit örtlichen Lohnunternehmern vollmechanisiert durchführt. Wobei die Maschinenführer selbstständig den Bedränger am Z-Baum entnehmen. Der Kurs stellte fest, dass dazu eine Feinerschließung mit Gassenabständen von 20 Metern erforderlich ist. Zwischen 60 und 80 Jahren bewegen sich die Umtriebszeiten der Bestände.

Durch diese Exkursion konnten sich die Teilnehmer ein Bild von einer alternativen Fichtenbewirtschaftung machen.

Autoren: J. Karcher, P. Braconnier, F. Kast, B. Götz