Fortbildung für Ausbilder und Ausbilderinnen am FBZ Königsbronn

„Aktionsprogramm Arbeitsschutz“ und „Naturschutz in der Ausbildung“ – Dies waren die zwei großen  Themen bei der Fortbildung für Ausbilder, die vom 15. -17.03.2017 am FBZ Königsbronn stattgefunden hat.

 

Bei der 3-tägigen Fortbildung erfuhren die Teilnehmer u.a.  Aktuelles zum Stand der Umsetzung des „Aktionsprogramm Arbeitsschutz“. Im Revier Königsbronn wurden die Herausforderungen der Holzerntearbeiten unter veränderten Rahmenbedingungen erarbeitet und  gemeinsam ein Musterablauf zur Holzernte über Naturverjüngung entworfen.

 

Im zweiten Schwerpunktthema „Naturschutz in der Ausbildung“ erhielten die Ausbilder einen Überblick über die „Gesamtkonzeption Waldnaturschutz“ durch einen interessanten Vortrag von Frau Dr. Winter (FVA, Freiburg), welcher durch eine Exkursion abgerundet wurde. Des Weiteren wurde über die Themen „Schmetterlinge“, „Neophyten und Neozoen“ und „Gewässerrandpflege“ und deren Relevanz für die Ausbildung informiert und durch Exkursionen veranschaulicht.

 

Neben diesen fachlichen Informationen war auch der Austausch unter den Ausbildern zu den Aktivitäten in der Ausbildung ein wichtiger Bestandteil der Fortbildung.

Fortbildung Waldbautraining/Sico: Holzernte im WET Buchen-Laubbaum-Mischwald am Hang

„Nicht kleckern, sondern clustern“ – So könnte das Fazit des Workshops „Holzernte im WET Buchen-Laubbaum-Mischwald am Hang“ lauten, der vom 01.03. bis 02.03.2017 am FBZ Königsbronn stattgefunden hat.

Gemeinsam mit Gabriele Wicht-Lückge (Fachbereich Waldbau) und Frieder Wickel (Fachbereich Waldarbeit) trafen sich die Waldbautrainerinnen und Waldbautrainer, die Sicherheitscoaches (Sicos) und die Fachlehrkräfte vom FBZ um über die Überführung von Buchenmischwäldern in die Dauerwaldbewirtschaftung zu diskutieren. Im Revier Königsbronn (UFB Heidenheim, Revierleiterin Karin Baur) wurden anhand von drei  Einzelbeispielen die waldbaulichen Möglichkeiten und deren Umsetzung durchgesprochen und die Ergebnisse durch beispielhafte seilwindenunterstützte Fällungen direkt überprüft.

Dabei wurde für alle deutlich: Durch das „Clustern“ führt die Hiebsplanung weg von der einzelbaumweisen Nutzung, hin zur Schaffung und Erhaltung von definierten Verjüngungsgruppen. Damit wird eine gruppenweise Ungleichaltrigkeit initiiert und letztendlich können dauerwaldartige Strukturen im Buchenmischwald erreicht werden. 

Der Workshop zeigte, dass die intensive gemeinsame Diskussion über die waldbaulichen Ziele und die sichere Umsetzung dieser Ziele durch die Waldarbeit zu guten Ergebnissen führt und weiterführende Aufgaben aufzeigt.

 

Elterntag am FBZ Königsbronn

Im Februar 2017 wurden die Eltern der Auszubildenden des 1. Lehrjahres zu einem Elterntag an das Forstliche Bildungszentrum Königsbronn (FBZ) eingeladen. Fachabteilungsleiter Stephan Stoll (Justus von Liebig Schule Aalen-JvL) und Leiterin des Forstlichen Bildungszentrums Königsbronn (FBZ), Dr. Mechthild Freist-Dorr konnten eine große Zahl von Eltern aus dem württembergischen Landesteil begrüßen.

Berufsschullehrer Jörg Salm (JvL) hat mit Forstwirtschaftsmeistern des FBZ und mit der Klasse 2 des 1. Lehrjahres ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Neben einem Einblick in die Aufgaben des FBZ wurde von den Azubis an praktischen Beispielen vorgestellt, wie die aufeinander abgestimmte Lehre von Berufsschule und überbetrieblicher Ausbildung funktioniert. Bäume und Sträucher an ihren Knospen erkennen, Vorgehensweise beim Fällen eines Baumes und die Wartung und Pflege der Motorsäge standen auf dem Programm. Für die Jugendlichen war es eine motivierende Erfahrung, ihren Eltern zeigen zu können, mit welchen Themen sie sich in der Ausbildung beschäftigen und welche Fertigkeiten sie erlernt haben. Die Lehrkräfte von Berufsschule und FBZ waren positiv überrascht, wie engagiert und souverän der Lehrstoff von „ihren“ Azubis präsentiert wurde. Ein Rundgang im Gästehaus und das gemeinsame Mittagessen rundete die gelungene Veranstaltung ab.

Heckenpflege mit der Forstwirt-Klasse L2 A am 12.01.2017 in Steinweiler

 

Im Rahmen einer Übung im Fach Naturschutz hatten die Auszubildenden der Forstwirt-Klasse L2 A die Aufgabe Hecken am Ortsrand von Steinweiler zu pflegen. Trotz zeitweise starkem Schneefall waren die Schülerinnen und Schüler, die in Kleingruppen unter der Anleitung von Forstwirtschaftsmeistern tätig waren, mit vollem Elan und großer Motivation bei der Arbeit.

Es galt dabei insbesondere seltene Arten zu erkennen und zu fördern und häufig auftretende Sträucher wie z.B. Haselnuss auf den Stock zu setzen. Außerdem wurde durch die Entnahme von dichtem Unterwuchs und überalterten Sträuchern wieder Struktur in die Hecke gebracht.

Zu den Ausbildungsinhalten am FBZ gehört die Pflege von Sonderbiotopen als praktische Anwendung der Lehrinhalte des Fachbereichs Naturschutz. Sie wird seit einigen Jahren in den Ortsteilen der Gemeinde Nattheim durchgeführt. Ein Vesper, bereitgestellt von den Mitarbeitern des örtlichen Bauhofs, rundete die gelungene Übung ab.

 

weitere Bilder der Übung finden Sie hier

Arbeitsschutz als Führungsaufgabe der Revierleitung 19. - 20.12.2016

siehe auch Rückblick Lehrgänge

L3 Exkursion Holzsortierung und Großmaschinen

Weitere Bilder finden Sie in der Fotogalerie

Kooperation Bildungszentren der Forst- und Holzwirtschaft

Maschinenführer des Forstlichen Bildungszentrums Königsbronn (FBZ) Mark Engelhardt und Klaus Huber haben die Ausbildung zum Forstwirt erfolgreich abgeschlossen

Leitender Forstdirektor Thomas Dietz, Fachbereichsleiter Waldarbeit von ForstBW konnte im Rahmen der Lossprechungsfeier vom 21. Juli 2016 am FBZ Königsbronn den Maschinenführern des FBZ Mark Engelhardt und Klaus Huber den Gesellenbrief als Lohn für die erfolgreich abgeschlossene Prüfung zum Forstwirt überreichen.

Dr. Mechthild Freist-Dorr, Leiterin des FBZ gratulierte den langjährigen Ausbildern in der Forsttechnik zu den hervorragenden Ergebnissen. Engelhardt und Huber haben zwei Jahre lang neben ihrer beruflichen Tätigkeit ihre theoretischen Kenntnisse im Blockunterricht vertieft und für die praktischen Prüfungen trainiert.

52 frisch geprüfte Forstwirtinnen und Forstwirte am Forstlichen Bildungszentrum Königsbronn

 

In einer Feierstunde wurden die Gesellenbriefe an 52 frisch geprüfte Forstwirtinnen und  Forstwirte aus dem gesamten Land vom Leiter des Fachbereichs Waldarbeit von ForstBW-Leitender Forstdirektor Thomas Dietz überreicht. Vorausgegangen waren 2 Lehrjahre einschließlich 18 Wochen überbetrieblicher Ausbildung am Forstlichen Bildungszentrum Königsbronn (FBZ).

 

17 Prüferinnen und Prüfer unter dem Vorsitzenden des Prüfungsauschusses, Forstwirtschaftsmeister Klaus Sanwald (Untere Forstbehörde Ostalbkreis) und das gesamte Team des FBZ sorgten dafür, dass die praktischen Prüfungen innerhalb von 3 Tagen durchgeführt werden konnten. Alle Prüflinge mussten neben der schriftlichen Prüfung während insgesamt 6 Stunden nachweisen, dass sie ihr Handwerk im Bereich der Holzernte, der Waldwirtschaft und der Landschaftspflege beherrschen. Die gründliche Vorbereitung und Planung des Geschäftsführers des Prüfungsausschusses, Thomas Emig, bot Gewähr, dass der Ablauf an den verschiedenen Prüfungsorten in den Wäldern rund um Itzelberg reibungslos funktionierte. Zahlreiche Gäste belegten mit ihrer Anwesenheit bei der Lossprechungsfeier den hohen Stellenwert, den sie der Ausbildung zur Forstwirtin/zum Forstwirt beimessen. Dieses trifft nicht nur auf ForstBW, sondern auch auf die Kommunen, die Unternehmen, den privaten Waldbesitz, die Unfallversicherungen und die Gewerkschaft zu. Eine besondere Note erhielt diese Feier durch eine Auswahl des Neuen Kammerchores des Schillergymnasiums Heidenheim. Die musikalische Umrahmung prägte professionell, virtuos und fröhlich die ausgelassene Stimmung dieses Tages.

 

Für die besten Prüfungsleistungen konnte Dr. Mechthild Freist-Dorr, Leiterin des FBZ, Preise ausgeben, die von den Kooperationspartnern gestiftet wurden.

 

FBZ - ForstBW

3. beste Prüfungsleistung

Herr Stefan Merk, Stiftung Liebenau

FBZ - ForstBW

2. beste Prüfungsleistung

Philipp Schwendemann, Stadt Freiburg

FBZ - ForstBW

Beste Prüfungsleistung

Timo Bobbert, LRA Ostalbkreis

Sonderpreis des Verbandes der agrargewerblichen Wirtschaft

Beste schriftliche Prüfungsleistung im Fach Holzernte und Forsttechnik

Herr Alexander Russ, LRA Waldshut

Sonderpreis Verein Waldarbeitsmeisterschaften

Hervorragende Leistung im Fach Holzernte

Julius Trapp, LRA Göppingen

Sonderpreis der Forstkammer

Hervorragende Leistungen im Fach Waldwirtschaft und Landschaftspflege gesamt

Pablo Pfeffer, LRA Ravensburg

Gemeinde Königsbronn

Beste schriftliche Leistung im Waldwirtschaft und Landschaftspflege

Konstantin Ziegler, LRA Heilbronn

Unfallkasse Baden Württemberg (UKBW)

Sehr gute Leistungen im praktischen Teil Waldwirtschaft und Landschaftspflege I

Mark Engelhardt, ForstBW, FBZ Königsbronn

Sozialversicherung Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)

Sehr gute Leistungen im praktischen Teil Waldwirtschaft und Landschaftspflege II

David Rösner, Stadt Rastatt

Sonderpreis IG BAU

Herausragende

 Prüfung im Bereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“

Nina Römmele, LRA Neckar-Odenwald-Kreis

 

 

Forstwirtschaftsmeister Markus Wick erhält den Ernst-Günther-Strehlke-Preis 2016

Im Rahmen der 17. Tagung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V (KWF) im bayerischen Roding, einer der weltweit größten Forstmessen, wurde Herrn Forstwirtschaftsmeister Markus Wick vom Forstlichen Bildungszentrum Königsbronn (FBZ) der Ernst-Günter Strehlke Preis überreicht.

 

Dieser Preis, der in forstlichen Kreisen europaweite Beachtung findet, wird in 2-jährigem Turnus an Personen verliehen, die sich um die Humanisierung der Waldarbeit besonders verdient gemacht haben. Erstmals erhält ein Forstwirt diese Auszeichnung. Dr. Ralf Gruner, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stiftung der Gesellschaft für Forstliche Arbeitswissenschaft e.V., nannte in seiner Laudatio folgende Beweggründe, gerade Markus Wick mit dem Preis auszuzeichnen.

 

  • Markus Wick ist seit über 25 Jahren Forstwirt aus Leidenschaft. Seine Lehre im Forstamt Steinheim beendete er 1990 mit besonderen Leistungen, nachdem er im 2. Ausbildungsjahr schon als Sieger des Berufswettbewerbs „Forstwirt“ hervorging. Ein Stipendium des Landes Baden-Württemberg nutzte er für eine zusätzliche Harvester-Ausbildung, vertiefende Naturschutz-Fortbildung und für das Kennenlernen von Forsttechnik in anderen Ländern, unter anderem in Kanada und Schweden. Die Meisterprüfung 1996 bildete den Grundstein für seine erfolgreiche Tätigkeit als Ausbilder am FBZ Königsbronn.
  • Sichere und handwerklich professionelle Waldarbeit liegt Markus Wick am Herzen und ist seine Leidenschaft. Deshalb verwundert es nicht, dass er sich auch in seiner Freizeit für die Waldarbeit engagiert, sowohl als äußerst erfolgreicher Teilnehmer von Waldarbeitsmeisterschaften baden-württembergweit und international als auch als Mitbegründer und Vorsitzender des Landesverbandes Waldarbeitsmeisterschaften Baden-Württemberg. Seit 2010 ist er zudem Teamchef der Deutschen Waldarbeits-Nationalmannschaft, mit der er zuletzt 2015 den Mannschafts-Weltmeistertitel errang.
  • Besonders zu würdigen sind auch seine unmittelbaren Beiträge zur Gestaltung und Optimierung von Arbeitsverfahren und Arbeitstechniken in der Holzernte, die bundesweit für positive Veränderungen in der Waldarbeit sorgen.

 

Mit dem 8. Strehlke-Preisträger wurde erstmals ein Praktiker aus der Waldarbeiterschaft geehrt. Forstwirtschaftsmeister Wick griff diese Tatsache in seiner Dankesrede folgendermaßen auf: „Dabei sehe ich mich nicht als Person „Markus Wick“ hier oben, sondern ich sehe mich als Vertreter der gesamten Waldarbeiterschaft und insbesondere als Vertreter der handwerklichen Waldarbeit, dessen begeisterter Anhänger ich bin.“

Übergabe der Dienstfahrzeuge an die Sicherheitscoaches durch Landesforstpräsident Max Reger

 

Bei strahlendem Sonnenschein übergab Landesforstpräsident Max Reger die Dienstfahrzeuge an die 13 Sicherheitscoaches von ForstBW im Beisein von Uwe Jarms (Vertriebsleiter Großkunden und Behörden von VW), Thomas Dietz (Leiter Fachbereich Waldarbeit von ForstBW) und Dr. Mechthild Freist-Dorr (Leiterin Forstliches Bildungszentrum Königsbronn). Er stellte die besondere Wertigkeit, die das Sicherheitscoaching für ForstBW habe, heraus und betonte, dass es ihm ein persönliches Anliegen sei, dass mit diesem Instrument die praktische Waldarbeit gestärkt werde. 

 

 

 

 

Feierliche Meisterbriefübergabe am Forstlichen Bildungszentrum

In einer Feierstunde wurden die Meisterbriefe an die 21 neuen Forstwirtschaftsmeister  durch Landesforstpräsidenten Martin Strittmatter überreicht. 

weiter Informationen zur Feier finden sie hier: